Allan Bergius

Allan Bergius

Ab diesem Herbst übernimmt Allan Bergius die Leitung der Wilden Gungl.

Der Dirigent und Cellist Allan Bergius, in einer Musikerfamilie aufgewachsen, entwickelte seine Leidenschaft für das Dirigieren schon in jungen Jahren. Als Solist des Tölzer Knabenchores sang er unter Dirigierlegenden wie Leonard Bernstein, Herbert von Karajan, Wolfgang Sawallisch und Nikolaus Harnoncourt, die ihn inspirierten, im Alter von 13 Jahren sein eigenes Jugendorchester zu gründen. Eine Konzertreise als Solist in Mahlers 4. Symphonie mit Leonard Bernstein und den Wiener Philharmonikern bei Auftritten u.a. im Saal des Wiener Musikvereins, der Mailänder Scala und der Carnegie Hall, New York, war für ihn ein besonderer Höhepunkt seiner Zeit als Knabensopran.

Mit 17 erreichte er den 1. Platz beim Internationalen „Masterplayers Competition for Conductors“ in Lugano. Es folgten ein Stipendium des Richard Wagner Verbandes München, sowie die Aufnahme in das „Dirigentenforum“ des Deutschen Musikrates, bei dem er zahlreiche Kurse mit namhaften Dirigenten belegte.

Allan Bergius studierte Violoncello bei Jan Polášek und Frans Helmerson in München und Köln, sowie Dirigieren bei Michael Luig und Michael Gielen in Köln und Salzburg. Nach einer Spielzeit als Solocellist an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf, wurde er 2001 vom Theater Krefeld-Mönchengladbach als Kapellmeister engagiert. Für seine Arbeit dort erhielt er 2004 den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in der Sparte Dirigieren. Zu seinen wichtigsten Dirigaten zählen Don Giovanni, Eugen Onegin, Macbeth, Hänsel und Gretel, Carmen, Die Zauberflöte und Tannhäuser. Verpflichtungen als Gastdirigent führten Allan Bergius u.a. zum Orchestre Symphonique Bienne, den Münchner und Düsseldorfer Symphonikern, dem Philharmonischen Orchester Regensburg, der Niederbayerischen Philharmonie und der Bayerischen Kammerphilharmonie.

Seit 2007 ist er stellvertretender Solocellist an der Bayerischen Staatsoper, München sowie musikalischer Leiter von „ATTACCA,“ dem Jugendorchester des Bayerischen Staatsorchesters.

Die musikalische Arbeit mit Jugendlichen ist Allan Bergius ein besonderes Anliegen. Von 2012 bis 2018 war er neben ATTACCA auch Musikalischer Leiter des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters, mit dem er u.a. Stravinsky’s „Le sacre du printemps“, Bartók’s Konzert für Orchester und Mahler’s 4. und 5. Symphonie zur Aufführung brachte. Höhepunkte seiner bisherigen Arbeit mit ATTACCA waren eine Gesamtaufführung von Hänsel und Gretel, eine Aufführung von Mahler’s 1. Symphonie zum 10-Jährigen Bestehen des Orchesters, sowie ein Konzert im Prager Ständetheater mit Puccini’s Messa di Gloria. An der Bayerischen Staatsoper leitete er die Uraufführung von Minas Borboudakis’ „liebe.- nur liebe“, eine Produktion des Opernstudios zusammen mit den Akademisten des Bayerischen Staatsorchesters. Als Assistent arbeitete er für die Dirigenten Kent Nagano, Kirill Petrenko, Ivor Bolton, Constantin Carydis und Adam Fischer.